309/21 Vermeidung von und Umgang mit Mobbing unter Kindern und Jugendlichen Gruppenprozesse nutzen und gestalten

Vermeidung von und Umgang mit Mobbing unter Kindern und Jugendlichen Gruppenprozesse nutzen und gestalten

→ Kurs-Nr. 309/21

Wann:
29./30.09.2021

 

Anmeldefrist: 27.07.2021

 

Uhrzeit:
10:00 – 17:00 Uhr (1. Tag)
09:00 – 16:00 Uhr (2. Tag)

 

Wo:
Die Wolfsburg, Mülheim a.d.R.

 

Kosten:
330,- € (inkl. Tagesverpflegung,
davon 261,- € reine Seminarkosten)
387,-€ (inkl. Verpflegung/ Übernachtung)

 

Referent:
Stefan Henke

 

max. Personen: 15

 

Inhouse: ja

Wer in der Jugendhilfe, KiTas, der OGS oder Schule mit sozialen Gruppen arbeitet, kennt das Phänomen:
Zum einen gibt es eine Art Gruppenintelligenz und sehr positive Gruppenprozesse, die vermeintlich von selbst geschehen, zum anderen gibt es auch, scheinbar naturgegeben, eine gewisse soziale „Hackordnung“ mit Machtkämpfen, Koalitionen und Grenzüberschreitungen bis hin zu strukturellen Ausgrenzungen und Abwertungen wie Mobbing.

Wie können wir präventiv durch eine gezielte Gestaltung von Gruppenprozessen und Beziehungsaufbau diese vermeintlich negativen Gruppenprozesse verhindern und positiv gestalten? Und was können wir tun, wenn sich Ausgrenzungen bereits verfestigt haben und von Mobbing gesprochen werden muss? Diese Fortbildung möchte sehr praxisnah vermitteln, mit welchen kleineren und auch langfristigen und strukturellen Maßnahmen und Interventionen auf Störungen bis hin zu Mobbingreagiert werden kann bzw. wie sie in ihrer Entstehung möglichst vermieden werden können.

 

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern- und Jugendlichen im sozialen Verbund arbeiten.

 

Ziel

  • Kenntnisse über Gruppenphasen und den Möglichkeiten, diese jeweils zu begleiten und zu gestalten.
  • Reflektion der eigenen pädagogischen Haltung sowie Vermittlung einer offenen, wertschätzenden, beharrlichen bis hin zu konfrontativer Haltung (mit dem Schwerpunkt auf dem Ansatz der neuen Autorität/ Autorität durch Präsenz nach H. Omer)
  • Erleben und Erlernen eines Konzepts zum „Sozialen Kompetenz Training“: Aufbau, Methoden, Übungen (einschl. eines beispielhaften medien-Kompetenz-Trainings mit einem Zeitrahmen von ca. 6 UE)
  • Interventionsmöglichkeiten bei Mobbing

 

Inhalte

  • Hintergrundwissen zu Gruppenphasen und -dynamiken
  • Mobbing: Erscheinungs-, Erkennungsmerkmale, Interventionsmöglichkeiten
  • Pädagogische Grundhaltungen (systemisch/ Neue Autorität/ Ressourcen- und Lösungsorientierung verknüpft mit Aspekten der konfrontativen Pädagogik)
  • Prävention: Schaffung eines fördernden und fordernden Rahmens (Haltung,
    Rhythmus, Transparenz, Verlässlichkeit), Förderung der Selbstkontrolle
  • Intervention: Mediation und Konfliktklärung – Verlauf von Konflikten, Umgang mit ersten Störungen, Provokation und Mobbing – Arbeit mit Opfern, Tätern und der Gruppe, Verhaltensverträge, No Blame Approach, Säulen der Präsenz nach H. Omer (Deeskalationsstrategien, Beharrlichkeit, Entschleunigung, Selbstreflektion)
  • Dynamik in Gruppen verstehen und positiv gestalten: Gruppenphasen, Übungen
  • Konzepte zur Thematisierung von Gewalt und Grenzverletzung
  • Thema: Gefühle und Empathie

 

Dieser praxisorientierte Kurs setzt die Bereitschaft zu einer aktiven Teilnahme voraus.

Es wird einen didaktischen Wechsel aus Einzel-, Zweier- und Gruppenübungen rund um die Themen pädagogische Haltung, Gruppendynamik, Stärkung der sozialen Kompetenzen und Methodentraining für die Praxis im Wechsel mit Theorieeinheiten geben.

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