Kinder psychisch erkrankter Eltern Wie arbeitet man (erfolgreich) mit einem Tabu?

Kinder psychisch erkrankter Eltern Wie arbeitet man (erfolgreich) mit einem Tabu?

→ Kurs-Nr. 403/21

Wann:
14./15.04.2021

 

Anmeldefrist: 01.03.2021

 

Uhrzeit:
10.00 – 17:00 Uhr (1. Tag)
09:00 – 16:00 Uhr (2. Tag)

 

Wo:
Willi-Michels- Bildungsstätte, Hattingen

 

Kosten:
316,- € (inkl. Tagesverpflegung,
davon 292,- € reine Seminarkosten)
371,– € (inkl. Verpflegung/ Übernachtung)

 

Referentin:
Katrin vom Hoff

 

max. Personen: 18

 

Inhouse: ja

Im Laufe ihrer Entwicklung haben Kinder psychisch erkrankter Eltern ein signifikant erhöhtes Risiko, mit Verhaltensauffälligkeiten zu reagieren, oder selbst klinisch relevante psychische Störungen zu entwickeln. Gleichzeitig ist das Phänomen psychischer Erkrankung trotz seiner weiten Verbreitung immer noch gesellschaftlich tabuisiert. Sein Stigma sitzt tief – und das nicht allein auf Seiten der Betroffenen. Die Wahrscheinlichkeit, im pädagogischen Arbeitsfeld mit „Kindern psychisch erkrankter Eltern“ im Kontakt zustehen, ist enorm hoch. Doch auch Profis unterliegen der Gefahr, aus Sorge vor dem Rückzug der Familien und möglicher eigener Unsicherheit das Thema „psychische Erkrankung“ zu vermeiden. Das frühzeitige Erkennen und Einordnen psychischer Verhaltensauffälligkeiten der Eltern bildet allerdings die Voraussetzungen dafür, dass den Familien geeignete Hilfen zur Verfügung gestellt werden können.

 

Zielgruppe
Pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten, ambulanten und (teil-)stationären Einrichtungen

 

Ziel

In der zweitägigen Fortbildung werden sich theoretische und handlungsorientierte Einheiten abwechselnd ergänzen. Die Veranstaltung möchte einen authentischen Einblick in die Lebenswelt der betroffenen Familien eröffnen. Anhand von Fallbeispielen werden die vermittelten Erkenntnisse veranschaulicht. Dabei werden die Interessen und Vorerfahrungen der Teilnehmer*innen umfassend berücksichtigt.

 

Inhalte

  • Darstellung psychischer Krankheitsbilder mit ihrer spezifischen Symptomatik und deren Auswirkung auf die Erziehungskompetenz der Eltern
  • Auswirkungen der speziellen Psychodynamik auf die Eltern-Kind-Interaktion, die Bindung und die psychosoziale / emotionale Situation der betroffenen Kinder
  • Vorstellung präventivorientierter Unterstützungs- und Hilfsangebote für betroffene Kinder und Eltern
  • Möglichkeiten ihrer Implementierung in der Praxis
  • Bedeutung von institutionsübergreifender/multiprofessioneller Kooperation als Voraussetzung für gelingende Hilfeleistungen
  • Professioneller Unterstützungsbedarf und die spezielle Problematik dieser Arbeit
  • Erarbeitung verschiedener Interventionsmöglichkeiten anhand von Fallbeispielen
  • Methoden: Vorträge und Diskussion, Präsentation von Kunstobjekten der Kinder, lösungsorientierte Falldarstellung, Kleingruppenarbeit

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