Erfassung und Einschätzung von Kindeswohlgefährdung in Theorie und Praxis

Erfassung und Einschätzung von Kindeswohlgefährdung in Theorie und Praxis

→ Kurs-Nr. 226/21

Wann:
12./13.04.2021

 

Anmeldefrist: 25.02.2021

 

Uhrzeit:
10:00 – 17:00 Uhr (1. Tag),
09:00 – 16:00 Uhr (2. Tag)

 

Wo:
Willi-Michels-Bildungsstätte,
Hattingen

 

Kosten:
396,- € (inkl. Tagesverpflegung,
davon 372,- € reine Seminarkosten)
451,- € (inkl. Tagesverpflegung/ Übernachtung)

 

Referent*in:
Birgit Köppe-Gaisendrees
Martin Roggenkamp

 

max. Personen: 20

 

Inhouse: ja

Aufgabe aller am Erziehungsprozess von Kindern und Jugendlichen Beteiligter (Erzieher; Lehrer; Pädagogen; Mitarbeiter der freien Jugendhilfe etc.) ist gemäß §8a SGB VIII, wahrzunehmen und einzuschätzen, ob bei einem Kind oder Jugendlichen möglicherweise gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen, sowie den Zeitpunkt zu bestimmen und das Verfahren zu gestalten, um eine mögliche Gefährdungslage für das Kind oder den Jugendlichen abzuwenden. Innerhalb dieses Verfahrens gilt es abzuwägen, ob diese Anhaltspunkte als hinreichend gewichtig erscheinen, um diese an das zuständige Jugendamt weiterzuleiten bzw. zu melden. Diese Aufgabe stellt eine besondere Herausforderung für die Beteiligten dar. Im Rahmen des Kurses soll der Blick auf die verschiedenen Bereiche von Vernachlässigungs- und Gewalterfahrungen der Kinder und Jugendlichen, in denen es immer wieder zu gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung kommt, gerichtet werden. Darüber stellt der Versuch eines Symptom-Verstehens bei Kindern und Jugendlichen in der Folge von Gewalterfahrungen einen weiteren Schwerpunkt dar.

 

Zielgruppe
Pädagogische Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen

 

Ziel

  • Handlungssicherheit im Kontext einer ersten Gefährdungseinschätzung.
  • Verstehen und Einordnen möglicher Symptom- Bildungen von Kindern und Jugendlichen in der Folge von Gefährdungslagen

 

Inhalte

  • Exkurs §8a
  • Ablaufschema zur Wahrnehmung des
  • Schutzauftrages
  • Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in den Bereichen:
  • – Körperliche und emotionale Vernachlässigung
  • – Wohlstandsverwahrlosung
  • – Emotionale, körperliche und sexuelle Gewalt
  • Symptom-Bildung bei Kindern und Jugendlichen
  • – Allgemeine Stress-Theorie
  • – Einführung in ein psychotraumatologisches
  • – Symptom-Verständnis im Kontext von Gefährdungslagen
  • Ablauf und Handeln bei gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung
  • Partizipation von Kindern und Eltern
  • Glaubhaftigkeit von Aussage

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